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Forum-Experte
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Hallo ihr Lieben
Ich wollte mal fragen, was ihr so für Erfahrungen mit Therapien gemacht habt. Wart ihr schon in therapeutischer Behandlung? Wann ja wie lange und was für Therapie(stationär, ambulant, Langzeit, Kurzzeit, besondere Therapieformen?) und wie hat es euch geholfen? Wenn ihr keine Therapie macht oder abgebrochen habt, wieso habt ihr euch dagegen entschieden? Ich denke es ist ganz hilfreich, wenn wir unsere Erfahrungen mal sammeln, auch für die die vielleicht überlegen, ob sie sich therapeutische Hilfe holen. Mein "therapeutischer Werdegang": Anfangs war ich bei mehreren Beratungsstellen, aber das empfand ich nicht als wirklich hilfreich und habe das sehr schnell wieder abgebrochen (das war so vor 4 Jahren). Als es mir dann richtig schlecht ging wurde ich 2005 von meiner Hausärztin an einen Psychiater überwiesen, dort gings dann weiter in die KJP. Nach zwei ambulanten Gesprächen wurde ich dann Ende 2005 stationär aufgenommen, nach 12 Wochen bin ich auf eigenen Wunsch entlassen wurden. Zwischendurch hatte ich sporadisch ambulant in der Klinik Verhaltenstherapie.(bei mehreren Therapeuten, hatte häufige Wechsel) Im Herbst 2006 gings mir dann wieder sehr schlecht und ich ging auf eigenen Wunsch wieder stationär in die selbe Klinik und blieb dort 6 Monate. Dieser Aufenthalt hat mir dann schon recht gut geholfen und seitdem bin ich auch weitestgehend "stabil". Danach folgte noch ein Aufenthalt dort für eine Woche als Krisenintervention, auch 2006. Und nach den ganzen stationären habe ich dann ambulant eine tiefenpsychologische Therapie angefangen, allerdings war die nicht so gut, weil ich mit der Therapeutin nicht so klar kam, da sie sich mit meinem Krankheitsbild nicht auskannte. Nebenher habe ich aber eine ambulante Kunsttherapie gemacht, da mir dies schon in der Klinik sehr viel geholfen hat und die war echt gut und hilfreich. Beides habe ich beendet, als ich für mein Studium umgezogen bin. Seitdem bin ich ohne Therapie. Denn nach so vielen Klinikaufenthalten und etlichen Therapeuten bin ich langsam "therapiemüde" geworden... Soweit erstmal. Vielleicht mag ja noch jemand von seinen Erfahrungen berichten? Wenn noch Fragen sind zu Sachen die ich geschrieben habe, dann fragt ruhig, ich teile meine Erfahrungen damit gerne. Liebe Grüße |
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Forum Engel
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Auch wenn ich selber noch nie eine Therapie gemacht habe, interessiert mich die Frage auch. Denn es gibt ja ganz unterschiedliche Therapieformen. Meine Partnerin war bespielsweise nach einer 14 tägigen Krisenintervention nicht weiter in ärztlicher Behandlung, sondern hat sich Hilfe bei einer Selbsthilfegruppe gesucht. Mit Gleichgesinnten aus dieser Gruppe trifft sie sich heute noch.
Viele Grüße Mütze |
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Forum-Experte
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Ja so Selbsthilfegruppen nutzen auch viele. Leider habe ich nie eine passende gefunden. Weißt du zufällig wie dies abgerechnet wird?
Zum Thema unterschiedliche Therapieformen, also ich persönlich kenne folgende: *Verhaltenstherapie(kurzzeit, langzeit), fand ich persönlich sehr hilfreich wenn es darum geht Symptome, wie zb SVV zu behandeln und hat mir da auch sehr weiter geholfen *Kunsttherapie: hatte ich sowohl in der Klinik, als auch ambulant(Kosten sind leider selbst zu tragen...)und hat mir sehr geholfen *Arbeitstherapie: hatte ich in der Klinik, je nachdem was einen liegt hat man Kreativgruppe, Gartengruppe oder arbeitet in einer Werkstatt. Ich hatte Kreativgruppe und das ist ähnlich wie Kunsttherapie nur eben in der Gruppe und macht sehr viel Spaß. Viele Übungen haben mir sehr geholfen *Mototherapie/Bewegungstherapie: hatte ich ebenfalls in der Klinik, hat mir nicht so geholfen, Sport ist einfach nix für mich wenns mir schlecht geht... *Entspannungstherapie: ebenfalls Klinik. Hatte für viele Übungen eine Befreiung, Fantasiereisen usw waren zu triggernd für mich, was ich aber weiter empfehlen kann ist die Progressive Muskelrelation, auch haben wir manchmal in der Entspannung gemalt, das fand ich auch sehr gut *Sozialtraining: ebenfalls Klinik, war teilweise hilfreich, gerade um Ängste zu überwinden, wenn man zb in die Stadt gefahren ist und Eis essen war oder einkaufen *tiefenpsychologische Therapie(kurzzeit, langzeit): hatte ich ambulant, leider keine gute Therapeutin, ansonsten denke ich sehr ratsam, um vergangenes aufzuarbeiten *EMDR: selber keine Erfahrung, aber eine Bekannte und sie fand es sehr sehr gut, wenn auch sehr anstrengend *stationäre Therapie: hier gibt es auch wieder viele Möglichkeiten: Psychiatrie(offen/halboffen/geschlossen), Spezialklinik, Kurklinik, Langzeit/Kurzzeit, Krisenintervention, Intervalltherapie Ich persönlich war immer nur als Notfall in der offenen Psychiatrie Ja wer mag kann ja die Liste mit seinen Erfahrungen fortführen. Wer Fragen zu einzelnen Sachen hat einfach fragen
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#4 |
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Forum Engel
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Hallo @Feuerkind
was meinst du mit abrechnen? Ich kenne nur Selbsthilfegruppen bei dennen sich Gleichsinnte in ihrer Freihzeit (meistens in angemieteten Räumlichkeiten) treffen und Erfahrungen austauschen. Teilweise werden sie dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern von zum Beispiel der Cartias begleitet. So kenn ich eigentlich das Prinzip vieler Selbsthilfegruppen. Viele Grüße Mütze |
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#5 |
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Forum-Experte
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@Mütze: Achso, dann habe ich das falsch verstanden, ich dachte das ganze wäre therapeutisch geleitet
Gibt ja richtige "gruppentherapien" und da würde mich mal interessieren wie das abgerechnet wird, weil die Therapeuten die das leiten müssen ja bezahlt werden...Liebe Grüße |
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#6 | |
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Gast
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als ich mir ende der achtiger anfang der neunziger jahre endlichmal hilfe holen wollte bin ich zur selbsthifegruppe für männer bei zartbitter in köln gegangen
doch alleine die tatsache das männer nicht gerne in den büroräumen gesehen wurden hat mich abgeschreckt auch der tenor in der gruppe das wir männer nun gefahr liefen selber täter zu werden hat mich sehr gestört auch die aufforderung ich dürfe keinen kontakt mehr zu meinem vater haben empfand ich als zu einschränkend in der gruppe kam es zum wettstreit der symptomatiken bzw zu diskussionen ob ein prügelnder vater schlimmer wäre als ein missbrauchender damals war es noch wenig verbreitet als mann darüber zu sprechen es gab wirklich menschen die der meinung waren als junge habe mann so etwas wegzustecken später habe ich kurz sehr gute erfahrungen mit familientherapeuten beim kinderschutzbund gemacht doch leider sind die dann nach berlin gegangen der versuch bei einer sehr an freud orientierten psychoanalytikerin scheiterte vollends weil sie mir meine realen erlebnisse als meine fantasien umdeuten wollte vor 8 jahren habe ich mich hier an die fachklinik für posttraumatische belastungsstörungen "die Ehrenwallsche"
gewandt dort wird mir nun sehr geholfen mir war es immer wichtig schutz und schonraum zu bekommen ob ich gesund bin, in welchem sinne auch immer ob ich gesund werden will ob ich gesunden kann sehe ich als meine alleinige sache an kein arzt kann mich heilen, wenn ich das nicht will mir ist immer wichtiger gewesen schutz vor ämtern, arbeitgebern usw. zu bekommen einen einbeinigen schickt ja auch niemand ins rennen gegen solche die noch beide beine haben in der ehrenwallschen war ich nie stationär auch nie in der tagesklinik die psychatrische instituts ambulanz ist meine anlaufstele kurz PIA dort fanden am anfang bis zu drei mal in der woche gespräche statt jetzt gehe ich da einmal im monat hin doch das größte und beste und tollste war für mich dass die PIA vor fünf jahren eine gruppentherapie eines tanztherapeuten anbieten konnte da gehe ich seitdem 1x die woche hin zur zeit habe ich aber einzeltermine bei diesem grandiosen super guten therapeuten tanztherapie ist eine from der kunsttherapie und ist körper und bewegungsorientiert es geht um haltungen und selbstwahrnehmung die mit bwegungen zur musik gbewusst gemacht werden auch das gespräch kommt nicht zu kurz mir hat diese form soviel gebracht und bringt mir heute noch so viel weil eben nicht in der vergangenheit gewühlt wird sondern es eher um stabilisierung geht ein punkt der in dem gesamten angebot der klinik sehr wichtig genommen wird wie gehe ich mit mir um was für möglichkeiten habe ich heute welche haltungen stärken mich welche haltungen blockieren mich nicht die frage ist wichtig wieso nehme ich immer wieder diese schädliche haltung ein sondern was kann ich tun um stück für stück andere haltungen einzunehmen ich habe zum beispiel immer die schultern extrem hochgezogen logisch das verursacht verspannungen mir sind meine schultern heute viel bewusster immer wieder kann ich sie jetzt auch mal fallen lassen da verändert sich dann überall etwas bei mir mich ekelt es nicht mehr so heftig wenn ich heute meinen körper spüre ja es liegt auch an dem therapeuten ich geh total auf den ab andere nicht so ich glaube es ist wichtig das mensch wirklich mit dem anderen menschen der die behandlung anbietet auch tatsächlich klar kommt lieber 20x den therapeuten wechseln als zu meinen mensch müsse da was durch stehen klar kann es während einer behandlung zu widerständen kommen doch ist grundsätzliches vertrauen erstmal gewachsen lassen die sich bearbeiten |
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#7 |
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Forum-Experte
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danke samuel für deine Erfahrungen
Das klingt wirklich gut was du mit dieser Klinik schilderst... Das mit den Therapeuten wechseln stimmt... ich glaube wenn ich wüsste, dass ich eine solche Klinik finden würde wie die die du hast, würde ich es nochmal probieren... Aber es schreckt mich so ab... Ich war mittlerweile bei über 15 Therapeuten. Ich habe keine Lust mehr darauf meiner Seele auszukotzen und immer wieder von vorne anzufangen. Eine Kunst oder Gestalttherapie hat mir auch am meisten gebracht...dort musste ich nicht reden. woltle ich was los werden konnte ich es malen. wenn ich nichts loswerden wollte konnte ich mich ablenken, dann haben wir dinge aus der realität abgezeichnet, um zurück zu kommen ins hier und jetzt. oder wir haben einfach mal nur geredet. Leider kann ich mir das nun nicht mehr leisten und ich weiß nicht ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt eine solche Therapie von der Kasse bezahlt zu bekommen? Liebe Grüße |
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#8 |
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Forum-Experte
Themenstarter
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Ich schieb den Thread noch mal hoch
Anbetracht dessen, dass der "Klinikerfahrungsbereich" kaum anklang findet, wollte ich mal nachfragen, ob hier irgendwer schon mal überhaupt in einer Klinik war? Liebe Grüße |
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| Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Feuerkind für den nützlichen Beitrag: | Inseljunge (27.05.2010), KleineElfe (27.05.2010) |
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#9 |
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Stamm Mitglied
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Das Thread kannte ich noch gar nicht. Nach dem ich es mir jetzt angeschaut hab, finde ich es bedauerlich dass bis jetzt noch niemand weiter über seine Erfahrungen berichtet hat. Ich finde eure Idee nämlich sehr gut und die Postings können anderen Mitgliedern sicherlich bei einer Entscheidung für oder gegen einen stationären Klinikaufenthalt hilfreich sein. Da ich aber noch keinerlei Therapie gemacht haben, sondern lediglich Menschen in meinem Umfeld dabei begleitet hab, kann ich über persönliche Erfahrungen nichts berichten. Hoffe allerdings das man in Zukunft einige Berichte dort lesen kann.
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#10 |
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Mitglied
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Naja was heisst keinen anklang findet...
reingeschaut hab ich hier schon... aber ich selber habe bisher noch keine Erfahrungen gemacht... ich war noch nie in einer Klinik... Starte nächsten Monat mit ner Tagesklinik... und hab deswegen schon alleine mal reingeschaut hier... weil ich so gar keine ahnung hab was da nu wirklich auf mich zukommt... Also Therapieplan hab ich ja... und unter dem einen oder anderen kann ich mir auch was drunter vorstellen (zb Kunsttherapie)... bei anderen Dingen hab ich absolut keinen Plan was da wohl passieren soll... und schon alleine deswegen an dem Thread an sich eigentlich interessiert bin *gg* |
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