Informationen über sexualisierte Gewalt und dessen Folgen. Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Menschen die sich mit der Thematik  beschäftigen.  

Zurück   Verletzte-Seelen.info - Breche dein Schweigen, du bist nicht allein. > Mögliche Folgen aufgrund von sexualisierte Gewalt > Professionelle Hilfe
Kennwort vergessen?

Thema geschlossen
 
LinkBack Themen-Optionen
Alt 11.11.2011, 14:24   #1
Forenleiter/in

 
Registriert seit: 13.02.2010
Ort: PLZ 107..
Alter: 32
Geschlecht:
Beiträge: 530
Stimmung: nachdenklich
Abgegebene Danke: 732
Erhielt 752 Danke für 229 Beiträge
Vicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes AnsehenVicky genießt hohes Ansehen
Standard BPtK: Bedarfsplanung überholt und dringend reformbedürftig

Pressemitteilung der BPtK, 11.11.2011

Bedarfsplanung überholt und dringend reformbedürftig
19. Deutscher Psychotherapeutentag zum GKV-Versorgungsstrukturgesetz


Berlin, 11. November 2011: Das geplante GKV-Versorgungsstrukturgesetz muss die Versorgung psychisch kranker Menschen verbessern. Das ist die zentrale gesundheitspolitische Forderung des 19. Deutschen Psychotherapeutentages in Offenbach. Schon jetzt warten psychisch kranke Menschen in Deutschland mehr als drei Monate auf ein erstes Gespräch bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten. „Durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz droht nun zusätzlich allein im nächsten Jahr der Verlust von rund 2.000 psychotherapeutischen Praxen“, warnt Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). „Um das zu verhindern, ist kurzfristig insbesondere eine Neuberechnung des Verhältnisses von Psychotherapeuten je Einwohner notwendig.“

Angeblich arbeiten in Deutschland zu viele Psychotherapeuten. „Die amtlichen Vorgaben zur Anzahl der Psychotherapeuten in den Städten und auf dem Land stammen aus dem Jahr 1999 und schreiben bis heute die damalige Unterversorgung fest“, kritisiert BPtKPräsident Richter. Daher gelten 391 von 395 Planungsbereichen als überversorgt. Nach dem Bundesgesundheitssurvey von 1998/99 erhält in Deutschland nur jeder zehnte psychisch kranke Mensch eine angemessene Behandlung. „Das ist eine extrem schlechte Behandlungsquote und Folge davon, dass psychisch Kranke jahrzehntelang stigmatisiert waren und psychische Krankheiten nicht erkannt wurden.“ Psychisch kranke Menschen wurden viel zu spät und deshalb häufig stationär behandelt. Inzwischen werden deutlich mehr Menschen früher und ambulant behandelt. „Wir gehen davon aus, dass in den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren nicht die Häufigkeit psychischer Erkrankungen zugenommen hat, sondern die gesellschaftliche Ächtung psychischer Erkrankungen verringert werden konnte und damit der lange ignorierte Behandlungsbedarf deutlich geworden ist. Das ist aus unserer Sicht eine sehr erfreuliche Entwicklung“, stellt BPtK-Präsident Richter fest. „Bei einer depressiven Erkrankung ist es z. B. für eine erfolgreiche Behandlung sehr wichtig, den Kranken gleich während seines ersten depressiven Tiefs zu behandeln, sonst wiederholt sich die Depression wieder und wieder mit Auswirkungen z. B. auf die Arbeitsfähigkeit eines Patienten.“

„Die amtliche Bedarfsplanung nimmt den tatsächlichen, zum Teil gravierenden Versorgungsbedarf nicht zur Kenntnis“, urteilt der BPtK-Präsident. Die Bedarfsplanung macht unerklärliche Unterschiede zwischen der Zahl der Psychotherapeuten, die sich in der Stadt und auf dem Land niederlassen dürfen. Während sich in Städten 38,8 Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner niederlassen dürfen, sind es auf dem Land nur 4,3 Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner. „Dies lässt sich nicht begründen“, stellt Richter fest. „Denn psychische Erkrankungen treten auf dem Land nicht wesentlich seltener auf als in der Stadt.“ Epidemiologische Daten zeigen: In Großstädten werden 34,1 Prozent der Menschen jedes Jahr psychisch krank, auf dem Land sind es 26,3 Prozent. Das heißt: In den Großstädten werden Menschen nicht einmal eineinhalbmal so häufig psychisch krank wie auf dem Land, geschweige denn neunmal so häufig, wie die amtliche Bedarfsplanung unterstellt.

„Die Bedarfsplanung hat tatsächlich noch nie einen Bedarf ermittelt, sie hat ihre Höchstgrenzen für Psychotherapeuten noch nie damit begründet, wie häufig psychische Krankheiten sind, wie sie nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden sollen und wie viele Behandler deshalb dafür notwendig sind“, erläutert BPtK-Präsident Richter. „Die jetzige Bedarfsplanung zementiert die Unterversorgung und muss deshalb dringend reformiert werden und ein sachgerechtes Fundament erhalten.“


Ansprechpartner:
Herr Kay Funke-Kaiser
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: presse(at)bptk.de

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Bundespsychotherapeutenkammer
Vicky ist offline  
Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu Vicky für den nützlichen Beitrag:
Alessa (16.11.2011), Chris (12.11.2011), jule80 (18.11.2011), Katherine (12.11.2011), Pina (12.11.2011), Zerafina (11.11.2011)
Thema geschlossen

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist aus.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks sind an
PingBacks sind an
Refbacks sind an


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Nachträgliche Unterbringung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter dringend erforderlich ForenBot Medien- und Pressemitteilungen 0 07.10.2011 10:49
BPtK: Psychisch Kranke brauchen mehr Therapieplätze Vicky Professionelle Hilfe 0 25.09.2011 17:46
BPtK: Bundesregierung verschlechtert die Versorgung psychisch kranker Menschen Support Professionelle Hilfe 0 09.08.2011 12:11
BPtK-Studie: Wartezeiten in der Psychotherapie Vicky Professionelle Hilfe 0 30.06.2011 14:35
BPtK: Suche nach einem Psychotherapeuten häufig vergeblich Support Professionelle Hilfe 0 27.06.2011 12:29


Kinderschreie... wenn Kinderseelen weinen...

Partnerseiten von www.verletzte-seelen.info
gegen-missbrauch e.V.  Kinder haben ein Recht auf lachen Verein gegen sexuelle Gewalt an Kindern in jeglicher Form. Frau des Dracula....Theatermonolog gespielt von Heike Böcke Trauernde Eltern Fulda e.V. Ein Kind ist gestorben - den eigenen Trauerweg finden Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt
Schutzambulanz Fulda Körperliche Gewalt Seelische Gewalt Sexualisierte Gewalt Vernachlässigung - www.schutzambulanz-fulda.de WEISSER RING : Wir helfen Kriminalitätsopfern Ratgeber für Missbrauchsopfer und Opferbetreuer Schon mal an eine Selbsthilfegruppe gedacht? Kontaktadresse speziell für junge Menschen. Aktion der Polizei: Kinder sicher im Netz

Es ist nie zu spät, über sexuellen Missbrauch zu sprechen. Unter der kostenfreien Rufnummer der Unabhängigen Beauftragten 0800-22 55 530 können sich Betroffene sexuellen Missbrauchs anonym und vertraulich an ein Team von Fachleuten aus den Bereichen der Sozialpädagogik, Psychologie und Medizin wenden.


Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Beiträge Dritter sind als solche gekennzeichnet. Eine Verwendung der Inhalte in anderen Publikationen (auch auszugsweise) ist ohne schriftliche Zustimmung der Autoren unzulässig und strafbar! Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Powered by vBulletin®
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.6.0 ©2011, Crawlability, Inc.
Powered by vBCMS® 2.6.8 ©2002 - 2012 vbdesigns.de
Template-Modifikationen durch TMS
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:29 Uhr.
Copyright ©2010 - 2012 Verletzte-Seelen.info