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Alt 13.06.2010, 21:34   #11
Forum Engel

 
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Standard AW: Gemischte Gruppen, Konfrontation?

Zitat:
Zitat von Lian Beitrag anzeigen
Hey ihr lieben,

ich hab grad in einem anderen forum einen Bericht über eine Therapie gelesen und war doch etwas sprachlos.
Es handelte sich dabei um eine "gemischte" Gruppentherapie, in der Täter und Opfer gemeinsam in einer Gruppe waren...
Dazu kamen dann auch noch Konfrontationen in Einzelgesprächen... (die teilweise mehr oder weniger auch "erzwungen" wurden, wenn ich das richtig verstanden habe...)
Haltet ihr sowas für sinnvoll?
Also mit persönlich hat es viel gebracht, mich über Bücher usw. auch über die Täterseite zu informieren... aber ich glaub, wenn da einer vor mir sitzen würde und sagen würde, er hat das wegen dem und dem gemacht und so oder so war das für ihn... da wär ich früher glaub durchgedreht...

(Muss dazu sagen, dass ich heute auch Kontakt mir nem ehemaligen Täter hab und naja, zumindest seine Geschichte kann ich nachvollziehen (ohne das was er getan hat jetzt in schutz nehmen zu wollen oder so...) und *hm* hat mir irgendwie gezeigt, dass ICH wirklich nichts dafür kann, dass das alles so passiert ist... naja, kann dazu ja mal mehr schreiben, wenn ihr Interesse habt.)

Also... wie seht ihr das. Haltet ihr so ne Art von Therapie für sinnvoll? würdet ihr das machen? Oder hat das von euch schomal wer gemacht... also ne Konfrontation mit nem Täter oder so?

Lg
Lian
Hallo, ich bin seit längerer Zeit auch in therapeutischer Behandlung (nicht wegen Missbrauch) und hab auch mehrfach schon einer Konfrontationstherapie gehört, nur ob so was für Missbrauchsopfer hilfreich ist....puh das mag ich nicht beurteilen. Wenn ich in so einer Situation wäre, würde ich das wahrscheinlich ablehnen.

Bei Menschen mit einer Spinnenphobie soll ein die Anwendung einer Konfrontationstherapie durchaus erfolgreich sein. Eine Frau, welche vergewaltigt worden ist, ist ja an erste Stelle mal traumatisiert und sie dann mit einer Konfrontationstherapie zu behandeln...
Also ich bin das da ehrlich gesagt skeptisch. Aber vielleicht gibt es tatsächlich Erkenntnisse, dass diese Therapieform für manche Frauen hilfreich sein kann. Das möchte ich jetzt nicht gänzlich in Abrede stellen.

lg
Jeanny ist offline   Mit Zitat antworten
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Feuerkind (13.06.2010), Kathi87 (15.06.2010), Meli (14.06.2010), Tinchen (14.06.2010), Vicky (14.06.2010)
Alt 14.06.2010, 13:52   #12
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Meli wird schon bald berühmt werdenMeli wird schon bald berühmt werdenMeli wird schon bald berühmt werdenMeli wird schon bald berühmt werden
Standard AW: Gemischte Gruppen, Konfrontation?

hallo,

ich stelle mir das äußerst schwierig vor. allerdings habe ich auch noch überhaupt keine therapie gemacht und von daher kann ich spekulieren wie ich mich verhalten würde,nur
ich wurde mich sicherlich nicht von einem psychologen zu einer gesprächsgruppe drängen lassen. wenn ich diese gefühl hatte, würde ich mit sicherheit den therapeuten wechseln. kann mir allerdings auch schwer vorstellen, dass ein arzt eine derartige therapie gegen den willen seiner patienten "erzwingen" würde. was sollte dies für sinn ergeben.

lg,meli
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Alt 09.11.2010, 15:04   #13
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Standard AW: Gemischte Gruppen, Konfrontation?

Hallo zusammen!

Gerade bin ich aus diese Thread aufmerksam geworden und ehrlich komme ich gerade ins grübbeln.
Ich war zwar persönlich nicht in therapeutische Behandlung und selbst wenn es mal nötig sein werden sollte, würde ich eine solche Konfrontationstherapie grundsätzlich ablehnen.
Natürlich muß dies jede Frau für sich selbst entscheiden, aber ich kann mir nur schwer vorstellen dass so etwas nützlich ist um seine Erlebnisse zu bewältigen.
LG
Biggie
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Mondkind (18.11.2010)
Alt 15.10.2011, 12:46   #14
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Bienchen wird schon bald berühmt werdenBienchen wird schon bald berühmt werden
Standard AW: Gemischte Gruppen, Konfrontation?

Zitat:
Zitat von Lian Beitrag anzeigen
Hey ihr lieben,

ich hab grad in einem anderen forum einen Bericht über eine Therapie gelesen und war doch etwas sprachlos.
Es handelte sich dabei um eine "gemischte" Gruppentherapie, in der Täter und Opfer gemeinsam in einer Gruppe waren...
Dazu kamen dann auch noch Konfrontationen in Einzelgesprächen... (die teilweise mehr oder weniger auch "erzwungen" wurden, wenn ich das richtig verstanden habe...)
Haltet ihr sowas für sinnvoll?
Also mit persönlich hat es viel gebracht, mich über Bücher usw. auch über die Täterseite zu informieren... aber ich glaub, wenn da einer vor mir sitzen würde und sagen würde, er hat das wegen dem und dem gemacht und so oder so war das für ihn... da wär ich früher glaub durchgedreht...

(Muss dazu sagen, dass ich heute auch Kontakt mir nem ehemaligen Täter hab und naja, zumindest seine Geschichte kann ich nachvollziehen (ohne das was er getan hat jetzt in schutz nehmen zu wollen oder so...) und *hm* hat mir irgendwie gezeigt, dass ICH wirklich nichts dafür kann, dass das alles so passiert ist... naja, kann dazu ja mal mehr schreiben, wenn ihr Interesse habt.)

Also... wie seht ihr das. Haltet ihr so ne Art von Therapie für sinnvoll? würdet ihr das machen? Oder hat das von euch schomal wer gemacht... also ne Konfrontation mit nem Täter oder so?

Lg
Lian
Ich halte eine solche Therapieart für wenig hilfreich. Außerdem halte ich es schon für grob fahrlässig, wenn Menschen mit Traumafolgstörung von ihrem Therapeuten zu der Teilnahme an einer solchen Gruppentherapie genötigt werden.
Bienchen ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
einzelgespräche, gruppentherapie, konfrontation, konfrontationstherapie, opfer, therapie, täter

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