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| Umfrageergebnis anzeigen: Sollten einige Berufsgruppen zur Anzeige verpflichtet sein? | |||
| Ja, dieser Vorschlag ist sinnvoll. |
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11 | 25,58% |
| Nein, über eine Anzeige sollte immer im Einzelfall entschieden werden. |
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26 | 60,47% |
| Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. |
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6 | 13,95% |
| Teilnehmer: 43. An Umfragen können nur Mitglieder teilnehmen. Besucher von unserer Seite können sich dazu hier registrieren. | |||
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LinkBack | Themen-Optionen |
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#1 |
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Forum Engel
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In Deutschland ist niemand verpflichtet bei Verdacht auf Kindesmissbrauch Anzeige zu erstatten und ich finde hat auch seinen guten Grund.
Allerdings hab ich vor einiger Zeit hab ich gehört, dass zumindest eine Hilfsorganisation die Forderung stellt, es sollten bestimmte Berufsstände wie z.B. Lehrer,Erzieher,Ärzte gesetzlich verpflichtet werden, generell Anzeige zu erstatten sobald sie den Verdacht haben es wird (oder wurde) ein Kind in ihrem Arbeitsumfeld sexuell missbraucht. Meine Partnerin arbeitet selber in einer dieser Berufsgruppe und ehrlich gesagt finde ich diese Forderung sehr bedenklich! Denn ich bin der Auffassung, dass eine Anzeige immer sehr gut überlegt sein möchte und es sollte immer im Einzelfall in entschieden werden, ob eine anzeige ratsam ist. Schließlich können rechtliche Schritte die Situation eines Kindes evtl. sogar noch verschlimmern. Meiner Auffassung noch viel mehr darüber informiert werden, wo sich z.B.Pädagogen im Zweifelsfall hinwenden können, wenn sie einen Verdacht auf möglichen Missbrauch haben. Im Kollegenkreis meiner Partnerin sind teilweise nicht mal einschlägige Kontaktadressen von Hilfsorganisation bekannt. Das finde ich ehrlich gesagt schon traurig. Viele Grüße Mütze Geändert von Support (22.03.2010 um 14:28 Uhr) Grund: Umfrage wurde auf Wunsch korrigiert |
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Mütze für den Beitrag: | icamani (06.11.2010) |
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#2 |
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Gast
Beiträge: n/a
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hallo Mütze
ich stimme dir in allen punkten zu besonders der zu dem thema Aufklärung und information, was getan werden kann bei verdacht eine sache möchte ich allerdings hinzufügen Pädagogen, Ärzte und Pfarrer sollten von gesetz her grade zu gezwungen werden etwas zu unternehmen(nicht anzeigen, oft der schlechteste weg) aber auf jeden fall sollten sie im nachhinein auch belangt werden können wenn deutlich wird, sie wussten was, haben aber nichts unternommen denn diese menschen übernehmen von berufswegen freiwillig eine verantwortung die auch einforderbar werden muss ich stelle diesen gedanken mal zur diskussion |
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#3 |
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Forum-Experte
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Hallo
Oh eine schwierige Frage und ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden, was ich anklicken soll. Meine Meinung dazu möchte ich trotzdem schreiben, vor allem, da ich ja nach meinem Studium auch zu einer der angesprochenen Berufsgruppen gehöre, denn ich werde Elementarpädagoge. Ich finde zu sagen "grundsätzlich bei jeden Verdacht Anzeige", sehr sehr schwierig. Ich würde lieber sagen "grundsätzlich bei jedem Verdacht handeln!". Ich glaube, eine überstürzte Anzeige kann Kindern auch im Einzelfall mehr schaden als helfen. Was passiert bei einer Anzeige? Ermittlungen, aber das Kind bleibt vielleicht sogar erstmal in der Familie. Ich weiß nicht, ob jemand das Buch "Papas kleine Liebling" kennt, in dem Fall wurde mehrmals Anzeige erstattet, aber das Mädchen blieb in der Familie und wurde dann so dermaßen unter Druck gesetzt, dass sie leugnete und als Lügnerin dastand, sodass ihr später keiner mehr glaubte. Ich glaube diese Gefahr gibt es in vielen Fällen. Gerade wenn der Täter in der Familie sitzt glaube ich malt man sich manchmal nicht aus, was man dem Kind damit antut. Die bürokratischen Mühlen mahlen langsam und solange muss das Kind eventuelle Strafen ertragen, weil es "geredet" hat(egal ob es geredet hat, oder man nur aufmerksam war und es deshalb aufgedeckt hat) Besser fände auch ich eine bessere Schulung der Pädagogen und Ärzte. Wohin wende ich mich bei einem Verdacht? Ich finde zuerst sollte jeder Erzieher usw verpflichtet sein seinen verdacht an die KiTa-leitung weiter zu tragen, um dann gemeinsam weitere Schritte einzuleiten. Ich denke mehr als mit einer übereilten Anzeige wäre den Kindern damit geholfen, wenn sich die "Fachpersonen" an eine Hilfsorganisation wenden, die sie beraten und damit Erfahrung haben. Sich Menschen ins Boot holen, die sich damit auskennen. Sich klar machen "Ich bin Pädagoge, ja, aber meine Möglichkeiten enden irgendwo". Genau deswegen finde ich auch wichtig dann Kinderpsychologen ins Boot zu holen. Ja, wir sind dann Pädagogen und Ärzte, aber keine Psychologen. Egal was wir dann ins Rollen bringen, das Kind braucht Betreuung, die man dann nicht leisten kann und um das Wohl des Kindes soll es doch gehen. Dem Kind geht es mit einer Anzeige erstmal nicht besser, das Kind braucht professionelle Hilfe in seiner Situation. Zudem kann man mit Gutachten eines Psychologen denke ich auch mehr erreichen, wenn es dann zb darum geht, das Kind aus dem Täterkreis raus zu holen. Das ist ein Punkt den wir auch schon im ersten Semester gelernt haben. Unsere Kompetenzen enden irgendwo und sobald wir einen Verdacht haben auf Missbrauch o.ä. sind wir nicht die Person, die da "rumstochern" sollte, sondern wir sollten uns schnellst möglich an einen Psychologen wenden, der dann mit dem Kind spricht. Und ich denke genau das ist der Weg den man gehen sollte. Wenn dann ein Team aus Hilfpersonen zusammen entscheidet jetzt ist eine Anzeige sinnvoll, dann anzeigen, aber nicht übereilt... Huch das war jetzt viel, aber ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Liebe Grüße |
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#4 |
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Gast
Beiträge: n/a
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ich verstehe sehr gut was du beschreibst, Feuerkind
und es ist auch nicht zuviel(s.a. meine vorstellung) ich habe lange jahre kunstpädagogisch gearbeitet und plaudere jetzt mal aus dem nähkästchen in einer ferienfreizeit fiel mir ein mädchen auf, dem es offensichtlich sehr schlecht ging ich habe das im team angesprochen es war sehr schwierig, denn ich wurde beschwichtigt, mir wurde gesagt ich solle nichts reininterpretieren uw. nach dem teamgespräch zitierte mich der teamleiter ins büro er wusste von meiner geschichte und bat mich, ich solle mich besser im griff behalten also wieder faust in der tasche machen, ducken und weiter reden, wie das so meine art ist im gruppengeschehen kam das mädchen nicht mit ich habe es dann in meine malgruppe geholt und mir zeit genommen für das kind argwöhnisch beobachtet vom team und vom leiter der mich dann ständig drauf hinwies, ich solle dem kind nichts einreden bilder sagen mehr als tausend worte und dieses traurige mädchen malte immer nur weinflaschen oder weingläser da hatte ich was in der hand ich habe die bilder dem team gezeigt und zum vergleich die bilder anderer kinder selbst wenn wir berücksichtigen das wir hier in einem weinanbaugebiet leben die eltern des kindes winzer sind, ist das nicht normal, sagte ich und der teamleiter bestellte die eltern zum gespräch es kam eine tante die eltern waren zu besoffen der kinderschutzbund betreut diese familie nun ich erzähle dieses noch sehr einfache beispiel nur um deutlich zu machen wie ängstlich pädagogen oft damit umgehen sich direkt in die familien einzumischen ich finde da müssen so manche heiligen kühe ganz schnell geschlachtet werden wir sollten uns einmischen , immer lieber einmal fälschlicher weise als einmal zu wenig Geändert von samuel (22.03.2010 um 15:25 Uhr) |
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#5 |
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Forum Engel
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Ganz offen gestanden hab ich mir darüber noch keine richtigen Gedanken gemacht. Allerdings würde ich es auch als sehr problematisch ansehen. Schließlich ist gerade der Missbrauch für Anßenstehende sicherlich schwer zu erkennen und man sollte von niemanden verlangen puren Verdacht Anzeige erstatten zu müssen. Wer soll den die Verantwortung übernehmen, wenn sich beispielsweise sich übereifige Lehrerinnen sich irren? Und außerdem bringt man doch mit so einer grundsätzlichen Forderung ganze Berufsgruppen in eine Zwangslage. Also ich kann sowas nicht befürworten!
LG,Ronja |
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#6 |
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Gast
Beiträge: n/a
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und siehst du Ronja das sind oft auch die argumente die benutzt werden um nicht zu handeln
natürlich ist es evtl. schwierig und keiner verlangt auf das vage gefühl hin wer weiß was zu unternehmen doch mein beispiel zeigt doch dass es durchaus möglich ist einem irgendwie auffälligem kind einfach etwas mehr raum und zeit zu geben grade betroffene kinder wollen da was zeigen habe wichtige fragen die sie verschlüsselt aber immer wieder stellen und meine obige forderung betrifft ja nur die fälle wo eindeutig etwas getan hätte werden können bzw hätte getan werden müssen beispiele in denen kindern das klar sagen und ab dann von pädagogen gemieden werden es geht mir nicht darum jetzt überall schlimme taten zu wittern doch kinder die im verhalten in der körperhaltung oder besonders blass sind eben aufmerksamer zu beobachten viel mit den eltern ins gespräch kommen auch mal drauf achten warum eltern so partout nicht wirklich mal den kontakt mit erziehern oder lehrern wollen eben dann nicht den dicken bello los schicken auch möglichst gar keinen bestimmten verdacht hegen sondern da mal fragen hier mal schauen mal im team drüber reden da würde sich sehr sehr viel ändern lassen wenn da mehr aufklärung und bewusstsein wäre und wer sich aufklären will hat heute alle möglichkeiten dazu heute kann sich jeder an den rechner setzen und die frage, "was ist bei missbrauchsverdacht zu tun?"oder kindesmissbrauch bei google zb eingeben und in ein paar sitzungen kennt derjenige doch einige wege die ihm da offen stehn und das meine: ich was tun!!! nicht grübeln und tausend bedenken haben und noch einmal: niemand soll verdächtigt werden!! aber kinder erzählen alles wenn sie merken da nimmt sich jemand zeit und ich meine nicht das kind fragen da könnte man ihm auch was einreden sich zeit für das kind nehmen ist die einfachste art rauszukriegen was los ist kann ja auch sein dass die mama ne schlimme krankeit hat und mein verdacht sich göttin sei dank nicht bestätigte dann war es aber doch nicht falsch dass ich mir deutlich mehr zeit für das kind genommen hab, oder?? und ja, nur einem gefühl mal nachgegangen bin |
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#7 |
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Forum-Experte
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kann dir nur recht geben Samuel...
Schade finde ich, dass oft selbst wenn die Stellen, wie zb das Jugendamt informiert ist, nix passiert... Deswegen fände ich es so wichtig Fachpersonen mit einzubeziehen. Ich habe ein Jahr lang Praktikum in einer KiTa gemacht, dort waren zwei schwer misshandelte Kinder. Dies war allen Mitarbeitern klar, als sie zu uns kamen, denn sie kamen vom Jungendamt/Heim aus als Förderkinder. Eines davon war mein Bezugskind... Als ich vor kurzem dort zu Besuch war und mich nach ihm erkundigte bekam ich die Nachricht, dass die Kinder wieder bei den Eltern seien und seitdem so starke Rückschritte machen, dass sie schon unter dem "Anfangslevel" sind als sie ankamen. Jugenamt ist informiert, Anzeige geschaltet... Traurig, aber wahr...und bei genau solchen Fällen läuft doch was gehörig schief... den Erzieherinnen und Mitarbeitern waren die Hände gebunden, denn die Eltern brachten die Kinder nicht mehr zur Therapie (die in der KiTa sogar statt fand) und verweigerten die Mitarbeit. Ich denke das wird kein Einzelfall sein, leider |
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#8 |
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Gast
Beiträge: n/a
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doch denke ich, Feuervogel, dass da jetzt was zu machen ist, wenn die nicht mehr zur therapie kommen vertstossen sie gegen eine evtl, auflage doch könnten da jetzt hebel in bewegung gesetzt werden diese famile erneut zu kontrollieren
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#9 |
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Forum-Experte
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ging alles schon raus, sie sehen keinen handlungsbedarf soviel ich weiß(typisch....), mehr darf mir nicht mehr gesagt werden, da ich dort nicht mehr arbeite und das ja zu Interna gehört...
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#10 |
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Gast
Beiträge: n/a
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ja frage an rechtsexperten, ähm haben wir hier nicht einen unter uns?
nun klar es gibt fälle da benehmen sich die eltern und den kindern gehts nicht wirklich gut aber auch nicht so schlecht dass von aussen ein gegriffen dürfte oder sollte um es noch mal ganz klar zu machen es geht jetzt nicht um täter vermuten und dann jagen es geht um einzelne fälle wo wir alle gefordert sind einfach noch einmal hinzu schauen, noch einmal nach zu denken was gemacht werden könnte eben zum wohl der kinder und eigentlich ja auch für uns selber stellt euch vor, ihr lest dann in der zeitung ein kind ist tot und es war in der nachbarschaft und, ja, allen kam da was komisch vor in dem fall würde ich mich an den ortsansässigen kinderschutzbund per persönlichem erscheinen wenden und deine bedenken vortragen denn die haben mehr möglichkeiten sich direkt in familien ein zu mischen für mich klingt dein fall nach saufenden eltern die unterstützung brauchen das stellt der kinderschutzbund als seine aufgaben dar |
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