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#1 |
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Forum Engel
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Hallo,
mir fällt geradeetwas woran ich persönlich gescheitern bin. Und zwar leidet eine Bekannte von uns seit Jahren neben anderen seelischen Problemen auch unter Essstörungen, was teilweise auch für ihren Partner und ihr sonstiges Umfeld recht problematisch. Da sie sich nie ärztliche Hilfe gesucht hat, haben wir lange Zeit ihr auf unterschiedliche Art (beispielsweise lange Gespräche) in irgendeiner Art zu helfen, nur irgendwann gibt man auf. Sie ist ein herzensguter Mensch und es ist unglaublich schade wie sie sich selber in gewisser Weise selber zerstört. Mich würde mal interessieren ob ihr Möglichkeiten kennt wie man so einen Menschen unterstützend zur Seite stehen kann. Mittlerweile bin ich der Überzeugung das man als Partner, Bekannte usw. echt hilflos ist, solange wie sich meistens die betroffenen Frau selber professionelle Hilfe suchen. Oder seh ich das falsch? |
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#2 |
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Gast
Beiträge: n/a
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ich dramatisier den begriff essstörung mal zu mager bzw fress sucht
ich möchte auf den begriff sucht hinaus der medizinisch allerdings da unpassend ist (umganssprachlich reden wir von süchten, doch sucht hat immer einen stofflichen substanz bezug) aber egal einem süchtigen kann nur der süchtige selbst helfen niemand anderes im gegenteil jeder versuch zu helfen verschleiert bzw dämpft das leiden und zögert so die heilung hinaus grundsätzlich ist es eben mit dem helfen so ein problem manchmal muss ich die nerven behalten und scheinbar kaltherzig werden und einen freund im dreck liegen lassen damit er merkt dass er im dreck liegt und da liegen will das tut dem aussenstehenden, angehörigen meist mehr weh als dem betroffenen der ja evtl. noch tüchtig vom krankheitsgewinn zehren kann so hart es klingt du musst den jenigen machen lassen bis dessen leidensdruck so hoch wird das er selbst etwas verändern will das wird dann auch krankheitseinsicht genannt |
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#3 |
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Forenleiter/in
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So ähnlich seh ich das auch. Sorry, aber die Einsicht muss erst mal von ihr selber kommen und oft geht es sicherlich nicht ohne Hilfe duch einen Therapeuten.
LG,Vicky |
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#4 |
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Stamm Mitglied
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Sicher muß die Einsicht selber kommen.Nur für einen Partner ist so schwer erträglich zusehn wie sich ein geliebter Mensch selber zerstört.Meine Freundin leidet seit dem ich sie kenne darunter. Sie war deswegen mehrfach in stationäre Behandlung, nur kurz nachdem sie wieder zuhause ist geht wieder alles von vorn los.
Kann die das leider auch nicht raten. Versteh aber das es eine echte Belastung ist.
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Inseljunge für den Beitrag: | Mütze (29.04.2010) |
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#5 |
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Forum-Experte
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Ja, das ist echt eine schwere Situation.
Hat deine Freundin denn auch ambulante Therapie und Unterstützung? Es ist leider oft so, dass man außerhalb des geschützten Klinikumfeldes und den herrschenden Regeln dort ganz schnell wieder in alte Verhaltensweise rutscht. Gerade deswegen ist es wichtig während des Aufenthaltes Strategien für zu Hause zu entwickeln und auch ambulant ein starkes Netz zu haben. Ich weiß ja nicht, in was für einer Klinik sie war, aber vielleicht wäre eine Spezialklinik eine Lösung? Ich selber kenne nur Psychiatrie und muss sagen, der Umgang mit Essgestörten war dort nicht sehr hilfreich für die Betroffenen... Wichtiger Bestandteil einer solchen Therapie ist es auch die Lebenspartner mit einzubeziehen. Vielleicht noch eine Alternative für euch? Liebe Grüße |
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#6 |
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Stamm Mitglied
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@Feuerkind, sie war 2mal in einer psychosomatischen Fachklinik. Nur wie gesagt ein paar Wochen danach fing jedes mal alles von vorne an. Ihr jetzt behandelnder Arzt vertritt die Einstellung "sie ist noch nicht ganz unten....." . Dergleichen Meinung bin ich zwar auch, nur ist es für die Beziehung eine herbe Belastung. Naja die Alternative zur Zeit ist,dass ich Diskussionen diesbezüglich möglichst vermeide, da es ansonsten extrem unsachlichen Streitigkeiten vorprogrammiert sind. Klingt vielleicht nicht sehr intelligent, nur solange die Einsicht nicht endlich mal von ihr selber kommt......
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#7 |
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Forum-Experte
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Ja, die Einsicht muss immer vom Betroffenen selber kommen, da hast du recht.
Aber vielleicht kann man ja gemeinsam "Regeln" vereinbaren? Einfach, um den Ernstfall vorzubeugen, statt zu warten, bis sie ganz unten ist? Ich weiß, das ist nicht immer möglich, manchmal muss man selber eben ganz unten sein um einzusehen, dass der Weg jetzt woanders hingehen muss... (so war es zumindest bei mir) aber eventuell ist es ja möglich Liebe Grüße |
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Feuerkind für den Beitrag: | Inseljunge (04.05.2010) |
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#8 |
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Forum Engel
Themenstarter
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Hallo @Inseljunge,
ich kann sehr gut nachvollziehen wie schwierig diese Situation ist und finde deine Reaktion mehr als verständlich. Nur wenn das Problem grundsätzlich totschweigt ist es auch nicht gerade sinnvoll. Obwohl wir dies teilweise auch getan haben, schließlich gehen diesen immer wiederkehrende Gespräche ja auch an die eigene Substanz und man bekommt das Gefühl man dreht sich um die eigene Achse. ![]() LG Mütze |
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Mütze für den Beitrag: | Inseljunge (04.05.2010) |
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| Stichworte |
| essstörungen, heilung, krankheitseinsicht, leidensdruck, professionelle hilfe, ratgeber, therapeuten |
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