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Mögliche Folgen einer Vergewaltigung
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Publiziert am: 14.02.2010 um 16:32 von Support
Für eine Frau (oder Mädchen) stellte eine Vergewaltigung ein traumatisches Erlebnis dar, welches einen tiefen Einschnitt im Leben der betroffenen Frau bedeutet. Sie befindet sich in einer extremen Ohnmachtsituation, in der sie vollkommen ausgeliefert und hilflos ist. Betroffene werden von Angst, teilweise Todesangst überflutet. Die Tatsache das dieses Trauma von Menschen ausgeht die die betroffene Frau evtl. noch aus ihren sozialen Umfeld kennt, beeinflusst die Auswirkungen erheblich z.B. in Hinsicht auf das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen in Menschen allgemein.
Es ist keine Seltenheit, dass Betroffene auf das traumatische Erlebnis mit einem Schock reagieren.
Diese Phase dauert in aller Regel einige Stunden bis hin zu mehreren Tagen, manchmal Wochen/ Monaten/ Jahren.
Das Verhalten in dieser Phase kann sehr unterschiedlich sein:

  • Manche betroffene Frauen wirken sehr ruhig, unberührt, fast überkontrolliert und zeigen nahezu keine Gefühlsregung.
  • Andere wiederum sind sehr ängstlich, weinen oder fühlen sich extrem verwirrt.
  • Betroffene Frauen und Mädchen berichten häufig von einem Gefühl der Realitätsentfremdung.
  • Manche Frauen brechen unter dem Druck der während der Vergewaltigung zurückgehaltenen Gefühle zusammen.
  • Es kommt auch vor, dass Opfer von einer Vergewaltigung sehr aggressiv wirken.
Jede diese Reaktionen sind angemessener Ausdruck der psychischen Ausnahmesituation, in der sich die Frau (oder das Mädchen) befindet.
In der Zeit nach einer Vergewaltigung kann es zu einer sog. posttraumatischen Belastungsstörung (Abk.:PTBS) kommen.
Charakterisieren
lassen sich die psychischen Folgeerscheinungen in folgende drei Gruppen:
  • Ungewolltes, wiederholtes Erleben des Traumas in Erinnerungen oder Träumen.
  • Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen, sie dient dem Schutz vor den Belastungen durch die spontan auftretenden Erinnerungen.
  • Eine innere Übererregung, die zu Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen und vermehrter Reizbarkeit führen kann.
Häufig treten Anzeichen für eine posttraumatische Belastungsstörung in den ersten drei Monaten nach der Vergewaltigung auf. Jedoch können sich Symptome für eine PTBS auch erst nach einer längeren Zeit bemerkbar machen.
Für eine Frau (oder Mädchen) kann eine Vergewaltigung gravierende psychologische Langzeitfolgen nach sich ziehen,

wie bespielsweise:

  • Zerstörung des Selbstwertgefühles
  • Verlust sozialer Kontaktfähigkeit, die auf einem allgemeinen Misstrauen Menschen gegenüber beruht
  • Angstzustände und Panikattacken
  • Depressionen
  • Suizidgedanken- und versuche
Zuletzt aktualisiert: 31.01.2011


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