Opfer häuslicher Gewalt können sowohl Frauen als auch Männer werden, auch Frauen oder Männer in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Betroffen von häuslicher Gewalt sind jedoch hauptsächlich Frauen, die in einer häuslichen Gemeinschaft mit einem Mann leben.
Eine bundesdeutsche Repräsentativuntersuchung (“Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland” BMFSFJ 2004) hat ergeben, dass ca. jede 4. Frau (25%) in der Bundesrepublik im Alter von 16 bis zu 80 Jahren in ihrem Leben mindestens einmal in ihrem Leben körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch ihren Beziehungspartner erlebt.
Physische und psychische Gewalt innerhalb einer partnerschaftlichen Lebensgemeinschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Es ist meistens ein schleichender Prozess, der häufig mit Kleinigkeiten beginnt und sich über einen längeren Zeitraum in seiner Intensität steigert.
Bei Gewalttaten im häuslichen Bereich sind Kinder fast immer mit betroffen. Das Miterleben von physische und psychische Gewalt ist für viele Kinder, die im Kontext häuslicher Gewalt leben, schrecklicher Alltag!
Sie werden unmittelbare Zeugen von gewaltsamen Übergriffen oder werden selbst bedroht, verprügelt, aus dem Schlaf gerissen, eingeschüchtert oder sexuell missbraucht.
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