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| Umfrageergebnis anzeigen: Warum geht man nicht schon nach dem 1.Schlag? | |||
| Hoffnung dass es nur ein einmaliger Ausrutscher war |
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14 | 34,15% |
| Angst vor dem Alleinsein |
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13 | 31,71% |
| Aus finanzielle Gründe |
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6 | 14,63% |
| Wegen eventuell gemeinsamen Kindern |
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8 | 19,51% |
| Teilnehmer: 41. An Umfragen können nur Mitglieder teilnehmen. Besucher von unserer Seite können sich dazu hier registrieren. | |||
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#11 |
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Mitglied
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@Feuerkind:
Da hast du schon recht mit dass es traurig ist wegen den Kindern zu bleiben, und auch für die Kinder ist die Situation schlimm... Nur wenn du in der Situation selber bist, dann mußt du das erst einmal erkennen. Ich denke die Umfrage ist auch nicht so ganz glücklich... wie soll ich das beschreiben.. es ist normalerweise auch nicht unbedingt ein grund alleine, es ist meist eine Kombination aus mehreren Gründen... - Ein Stückweit fühlt man sich selber schuldig, weil wenn man nicht provoziert hätte... dann wäre es nicht soweit gekommen. - Man schämt sich. - Man fühlt sich damit alleine - Man weiß vielleicht gar nicht wohin man gehen soll wenn man sich trennt - Man will den Kindern nicht den Vater wegnehmen... (im Hinterkopf, man hat ja selber schuld) - Man hat angst dass man die Kinder nicht mehr versorgen kann wenn man geht... (finanziell) - Man will nicht wahrhaben was überhaupt passiert ist und spielt es herunter... Das problem ist, dass man in so einem Moment gar nicht normal denkt. Das bricht alles so auf einen herein und als selbst Betroffener das Gefühlschaos zu entwirren ist verdammt schwierig. Bei dem Gewaltätigen Partner sinkt von mal zu mal die Hemmschwelle etwas mehr... und bei dem der das aushält steigt das scham- und schuldgefühl von mal zu mal mehr... Das wichtigste und schwierigste ist in dem moment erst mal das man erkennen muß, dass man keine schuld trägt. |
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| Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Firestarter für den nützlichen Beitrag: |
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#12 |
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Forum-Experte
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danke für deine Offenheit firestarter
Ich denke wir anderen konnten alle nur spekulieren, da viele von uns nicht in dieser Situation waren, bzw diese aus anderen Blickwinkeln (wie in meinem Fall den des Kindes) erlebt haben. Deswegen danke ich dir besonders dafür, dass du es uns aus Betroffenensicht beschrieben hast. Darf ich fragen wieso du es dann geschafft hast zu gehen? Gab es da einen bestimmten Auslöser? Liebe Grüße |
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#13 |
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Mitglied
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Also ich muß mal dazu sagen ich habe es nicht beim ersten mal geschafft zu gehen.
Es ware ein langer und schwerer Weg und ich brauchte auch mehrere Anläufe, war sogar zwischendurch in einem Frauenhaus für mehrere Wochen... Ich hatte allerdings dann einen völlig beklopften Mitarbeiter vom Jugendamt, der sich auf die Seite meines Mannes gestellt hat, und mir vorgeworfen hat, alles was passiert ist, die schläge und die Vergewaltigungen, würde ich mir nur ausdenken um meinem Mann schlecht zu machen und ihn aus dem Weg zu haben. Im übrigen würde mein Mann ja auch eine Therapie machen. Ich hatte daraufhin nicht mehr den Mut meinen Mann anzuzeigen weil ich dachte, es würde mir keiner glauben. Ich bin nach 3 1/2 Monaten Frauenhausaufenthalt wieder zu meinem Mann zurück gekehrt... Anfangs war mein Mann ruhig, hilfsbereit und freundlich.... Sein Therapeut ging dummerweise nach 2 Therapiestunden in Rente. Ich war ja wieder da also hat sich mein Mann auch nicht um einen neuen Therapeuten bemüht. Dann sind wir umgezogen in eine größere Wohnung, bzw. direkt in ein wunderschönes Haus, wo jedes Kind ein eigenes Zimmer hatte... Der Haken an der Sache war nur, das ganze lag in einem 285 Einwohnerdörfchen und es gab keine vernünftige Busverbindung. Es fuhr der Schulbus, und ansonsten 2 mal am Tag ein Bus in die Stadt. Ich denke mein Mann war sich sehr sicher dass ich dort nicht mehr wegkomme, denn von da an dauerte es nicht mehr lange und er war schlimmer als je zuvor. Er hat die Kinder angeschriehen und geschlagen, dann habe ich mich dazwischen gestellt damit er an die Kinder nicht mehr rankommt und dann hat er mich vor den Augen der Kinder verprügelt. Er hat Timo seinen 10. Geburtstag versaut, hat ihm vorher einen mp3 player versprochen und ihn nicht gekauft, und als mein Sohn ihn dann einen Tag nach seinem Geburtstag ganz traurig gefragt hat was denn mit seinem Geschenk ist, hat er ihn nur angeschriehen mit dem Worten: Hau ab du Penner, das habe ich noch nicht besorgt. Das war der erste moment wo ich gesagt habe jetzt ist ende, so sollen meine Kinder nicht aufwachsen müssen. Mein Sohn hat dann hinterher mit mir im Bett gekuschelt und mich dann nur gefragt, Mama warum sind wir damals nicht im Frauenhaus geblieben. Der 2. Grund war, dass er mich kurz darauf einen Sonntag vormittag vergewaltigt hat, zu einem Zeitpunkt wo meine Kinder alle wach waren und wo sie es auch mitbekommen haben. Timo, Christopher, Marvin, Felix und Tamara haben immer wieder an der Schlafzimmer- tür gehämmert, und ich konnte nichts tun. Er war so Brutal dass ich nichtmal unterdrücken konnte dass ich das ganze Haus zusammenschreie... Ich hab dann nur gedacht so wollen wir nicht mehr leben, so sollen meine Kinder nicht mehr leben, ich muß das schaffen mit den Kindern zu gehen, und möglichst schnell sonst bringt der mich vorher um. Es hat dann zwar noch knapp 3 Wochen gedauert bis ich wirklich weg war mit den Kindern, denn er hat zugesehen dass er entweder so einkaufen war dass die Jungs in der Schule waren, und dass er mit denen wieder zu Hause war. Oder wenn das nicht funktioniert hat hat er Marvin oder Timo mitgenommen zum einkaufen...und ich wollt ihm kein Kind da lassen. Auch nicht für 'ne kurze Übergangszeit. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu lang, ich habs schon versucht möglichst kurz zu fassen *gg* Lg, Manu Geändert von Firestarter (29.04.2010 um 17:44 Uhr) |
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#14 |
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Forum-Experte
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danke für deine offenheit. es tut mir leid, was du erleben musstest und ich finde es wirklich stark, dass du den Ausstieg gefunden hast und gegangen bist. Ich denke je länger es dauert, desto schwieriger ist es dann wirklich entgültig zu gehen, oder?
Ich hoffe du kannst jetzt ein ruhiges Leben mit deinen Kindern führen. Alles Liebe |
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#15 | |
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Mitglied
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Zitat:
wenn ich das mal so reflektiere... so beim ersten schlag, ist das noch ein schockerlebnis... aber je länger das dauert, je häufiger man geschlagen wird... wenn man das über Jahre hinweg erlebt, dann wird das auch ein stückweit "normal" wenn man selber betroffen ist, auch wenn das jetzt völlig hohl klingt aber es ist so.... Danke dir :-) Auf jedenfall ein Leben ohne Gewalt :-) |
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#16 |
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Ehrenmitglied
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Also mit dem Vater meines Sohnes hatte ich phasenweise sehr,sehr, große Probleme. Er ist aber niemals körperlich gewaltätig geworden!! Wäre diese jemals passiert dann hätte ich mich mit Sicherheit u.a. auch aus Liebe zu meinem Sohn von ihm getrennt. Denn Kinder sind dann an erster Stelle die " Verlierer". In einer füherern Beziehung IHM 1x die Hand "ausgerutscht". Und auch wenn ich ansonsten um jede Partnerschaft kämpfe, wars für mich an dieser Stelle vorbei.
Cheers |
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#17 | |
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Forum-Experte
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Zitat:
Umso trauriger, dass nicht jede Mutter gleich die Kraft hat nach dem ersten Schlag zu sagen "Es geht zu weit" Obwohl ich bei uns glaube, dass er meine Mutter nie geschlagen hat, sondern "nur" meinen einen Bruder, was meine Mutter angeblich nicht mitbekommen haben will. Aber selbst ohne aktiv körperliche Gewalt war es die Hölle und so gerne ich versuchen möchte mich da hinein zu versetzen kann ich das Argument "wegen der Kinder" einfach nicht annehmen/nachvollziehen. Meint ihr eigentlich (nur son fixer Gedanke...) dass das heute anders ist? Also sagen wir mit Frauen die jetzt so unter/um 30 sind, Kinder haben. Dass die sich eher trennen, einfach weil es heut zu Tage "normaler" ist auch alleinerziehend zu leben usw und die Frauen im Alter meiner Mutter und älter( Ihr dürft es euch ausrechnen, über Alter spricht man ja nicht *hust*) da mehr die Neigung zu hatten um alles in der Welt diese "heile Familie" aufrecht zu erhalten, weil es nun mal in ihrer Erziehung und der Zeit so üblich war, dass die Frau einen Mann hat, Familie zusammen lebt usw? Und weil Scheidung usw eben nicht so "selbstverständlich" ist wie heute? Denkt ihr das spielt eine Rolle, vll auch dass wir jüngeren uns hier eher klar zu "nach dem ersten Schlag gehen, vor allem wenn Kinder da sind" tendieren? Liebe Grüße Geändert von Feuerkind (04.05.2010 um 17:16 Uhr) Grund: Rechtschreibung korrigiert |
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| Folgender Benutzer sagt Danke zu Feuerkind für den Beitrag: | Chris (04.05.2010) |
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#18 |
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Öhm... also ... wenn ich ehrlich bin... denk ich das leider nicht Feuerkind... auch wenns traurig klingt.
Ich selber bin jetzt 30... und wenn ich mal an die Frauen denke die ich in den Frauenhäusern kennengelernt habe.... Es gibt immer noch viele die viel zu lange warten... und viele die dann trotz allem wieder zurück gehen und 2 oder auch 3 Anläufe brauchen bis sie sich trennen... auch wenn sie Kinder haben... und das in allen alterskategorien... Frauen im reifen alter von ca. 50Jahren genauso wie junge Mütter mit vielleicht 22 Jahren --- ich selber war ja auch nicht besser.... und mein letzter Frauenhausaufenthalt ist gerade mal knapp 2 Jahre her... |
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#19 |
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Team-Mitglied
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Hey,
auch wenn ich in meinen Privatleben niemals Gewalt erlebt habe kann ich unterschiedliche sichtweise alleine schon wegen meiner beruflichen Tätigkeit nachvollziehen. Aber die Auffassung von @Funny_Fink und @Feuerkind untschreibe ich einfach mal kommentarlos. Weil ich die Auffasung vertrete, dass dies eine recht "gesunde" Einstellung ist. Ich halte mich beid Thread ganz bewusst mit meiner persönlichen Meinung zurück, weil sich beim lesen bestimmter Postings mehr und mehr einen....Eindruck aufdrängt. Sorry Es grüßt die liebe Chris
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#20 |
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Mitglied
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Da gebe ich dir vollkommen recht.
Die Einstellung von Feuerkind und Funny_Fink klingt sehr gesund :-) |
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| beziehung, häusliche gewalt, partnerschaft, verhalten |
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