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Jährlich suchen in Deutschland rund 40 000 Gewaltbetroffene Frauen mit ihren Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus.
Die Frauen, welche häufig nach jahrelangen Demütigungen und Misshandlungen fliehen wollen, finden in diesen Schutzeinrichtungen einen sicheren vorübergehenden Zufluchtort. Wo ihnen durch professionelle Unterstützung und Beratung ihr Selbstwertgefühl zurückgegeben werden. Der Weg in ein Frauenhaus bedeutet oft die Rettung: In fast jeder Stadt gibt es Frauenhäuser. Du kannst sie telefonisch erreichen. Die Mitarbeiterin vom Frauenhaus verabredet sich mit Dir an einem mit Dir vereinbarten Treffpunkt, denn die Anschrift dieser Einrichtung wird zum Schutz der Bewohnerinnen nicht bekannt gegeben. Die Unterbringung geschieht schnell und unkompliziert. Das Frauenhaus bietet Dir (und Deinen Kindern) Schutz und Unterkunft, bietet Dir Beratung und Hilfe an. Alles, worüber Du mit den Mitarbeiterinnen sprichst, bleibt vertraulich. Die Beratung ist für Dich kostenlos und unabhängig von Deiner Konfession und Nationalität. Du gestaltest selbst, was den Tagesablauf, die Haushaltsführung, das Kochen und die Erziehung der eigenen Kinder betrifft. Hast Du kein eigenes Einkommen hast Du Anspruch auf Sozialhilfe, ALGII etc. Selbstverständlich kannst Du das Frauenhaus jederzeit wieder verlassen. Wenn möglich, sollte die Flucht im Vorfeld möglichst sorgfältig geplant werden. Hierzu findest beispielsweise im folgenden Artikel nützliche Hinweise, sowie einen Notfallplan, welchen Du Dir gern downloaden und ausdrucken kannst. Situation der Frauenhäuser in Deutschland: (Stand 2010) In Deutschland gibt es ca. 400 Frauenhäuser. Rund 40.000 Frauen suchen jedes Jahr Schutz vor Streit, Gewalt und Mißbrauch durch Männer. Jede 3. verläßt die Einrichtung bereits nach einer Woche wieder. Nur sehr wenige bleiben länger als ein Jahr. Der Anteil der ausländischen Frauen wächst, da viele deutsche Frauenopfer andere Wege finden, wie Unterschlupf bei Freundinnen oder Verwandten ehe sie ins Frauenhaus gehen. Ausländische Frauen dagegen haben oft geringen sozialen Rückhalt oder private Netze. Ein weiterer Grund für die wachsende Fluktuation ist die sparsame Ausstattung der Frauenhäuser. Der schnelle Wechsel der Bewohnerinnen belastet viele Frauen und Kinder, und stellt höhere Anforderungen an die Sozialarbeiterinnen. Dazu kommen massive finanzielle Schwierigkeiten. Die meisten Frauenunterstützungseinrichtungen bangen um ihre Existenz. Denn seitens der Bundesregierung sowie Länder und Kommunen gibt es keine bundesweit einheitliche und zuverlässige Finanzierung dieser Häuser. |
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| Stichworte |
| frauenhäuser in deutschland, frauenunterstützungseinrichtungen, häusliche gewalt notfallplan, schutzeinrichtungen gewaltbetroffene frauen, unterstützung für betroffene frauen |
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