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Produziert und zur Verfügung gestellt von Cora Lee & Workingfilms.
Aufgrund von persönlichen Erfahrungen mussten wir feststellen, dass Betroffene von sexuellen Übergriffen sich nach der Tat von ihren sozialen Umfeld oftmals allein gelassen fühlen. Nicht selten werden Opfer von sexueller Gewalt von ihrem sozialen Umfeld so gar noch mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen konfrontiert. Dies hindert Betroffene oftmals daran, über ihre Erlebnisse und Gefühle, mit Menschen die ihnen ansonsten nahe stehen, zu sprechen.
Allerdings haben sexualisierte Gewalttaten in dem meisten Fällen nicht nur für die Opfer selbst erhebliche Folgen, sondern beeinflussen auch das Leben von Angehörigen, Partnern und Freunden nachhaltig. Nicht selten fällt es gerade nahestehenden Personen besonders schwer, dass Verhalten von Betroffenen zu verstehen und sie fühlen sich aufgrund ihrer eigener Betroffenheit hilflos. Häufig sind es gerade Menschen aus dem engsten sozialen Umfeld die nicht wissen, wie sie einen Menschen nach einer Vergewaltigung oder eines Missbrauchs unterstützen können, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Dabei ist die moralische Unterstützung von engen Vertrauten für Betroffene besonders wichtig, um die Folgen einer solchen Tat zu bewältigen und einen Weg in ein möglichst "normales" Leben wieder zu finden.
Noch immer schauen viele Menschen weg, wenn es um das Thema sexuelle Gewalt geht. Vielleicht aus Unwissenheit, oder vielleicht auch einfach nur, weil sie sich nicht damit auseinandersetzen möchten und keine Verantwortung übernehmen wollen. Wir möchten mit unserer Website einen Betrag leisten, um auf das Thema sexualisierte Gewalt in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Jedoch möchten wir nicht nur allgemeine Informationen vermitteln, sondern auch betroffene Menschen dazu ermutigen ihr Schweigen zu brechen und sich über Hilfsangebote zu informieren.
Im gemeinsamen Austausch soll Hilfe gegeben werden, um einen Weg zu finden mit Geschehenen umzugehen. Dabei sind sowohl Betroffene, als auch Helfer und Menschen, die sich gerne näher über dieses so stark tabuisierte Thema informieren wollen, herzlich willkommen. Helft mit, das Schweigen zu brechen.
Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, dass wir nicht in der Lage sind professionelle Hilfe zu leisten. Ihr könnt allerdings auf unserer Website eine Sammlung von Kontaktadressen finden, an die ihr euch in Notsituationen wenden könnt.|
Pressemitteilung der BPtK, 14.05.2012
BPtK: Rund 4.000 Psychotherapeuten fehlen in der ambulanten Versorgung Psychotherapeutische Versorgung auf dem Land nicht ausreichend Berlin, 14. Mai 2012: Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert rund 4.000 Praxissitze zusätzlich, um eine ausreichende psychotherapeutische Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen. Auf dem Land warten psychisch kranke Menschen doppelt so lange auf einen Behandlungsplatz wie in der Stadt. Im Durchschnitt erhalten psychisch Kranke in ländlichen Kreisen erst nach vier Monaten einen Termin, in Großstädten immerhin bereits nach knapp zwei Monaten. Dadurch sind insbesondere die Patienten in ostdeutschen Bundesländern benachteiligt. In Brandenburg warten psychisch kranke Menschen fast fünf Monate, in Mecklenburg-Vorpommern viereinhalb Monate und in Thüringen knapp vier Monate. „Der Gemeinsame Bundesausschuss hat den Bedarf an ambulanter Psychotherapie in den ländlichen Regionen im Jahr 1999 erheblich unterschätzt, als er die Zahl der Psychotherapeuten festlegte“, kritisiert BPtK-Präsident Prof. Dr. Rainer Richter. „Um die eklatante Unterversorgung auf dem Land zu beheben, brauchen wir deutlich mehr Psychotherapeuten.“... [mehr] |
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